P-Seminar der Oberstufenschüler erhält professionelle Unterstützung

„Die Freiheit der Töne“ – so wurde einmal der Jazz überschrieben. Seit mehr als hundert Jahren hat sich zunächst in den Vereinigten Staaten und dann bald auf der ganzen Welt eine Art des Musizierens entwickelt, die seit der Barockzeit in der großen Musik Europas so gut wie verloren gegangen war: die Kunst der Improvisation. Diesem Phänomen gehen die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Jazz auf den Grund: Was ist in dieser Musik festgelegt und wieviel bleibt „frei“? Heißt improvisieren: einfach irgendwie drauflosspielen? Welchen Gesetzen unterwirft sich ein Jazzmusiker? Kann man Improvisieren lernen?

Um Antworten auf ihre Fragen zu erhalten, haben die Jugendlichen in den vergangenen Wochen mehrere Jazzprofis kontaktiert, Interviewtermine vereinbart und durchgeführt. Aus den festgehaltenen Antworten sowie Audioaufnahmen von Proben der Interviewpartner entsteht eine einstündige Radiosendung auf BR Klassik. Unterstützt und gecoacht werden sie dabei von Jazzredakteur Roland Spiegel, der die 8 Teilnehmerinnen und Teilnehmer jetzt zum zweiten Mal in der Villa Eggenberg besuchte.

Hochkonzentriert analysierten Coach und Teilnehmer das bisher gesammelte Material, wählten die besten Interviewabschnitte aus, stellten Moderationstexte zusammen. Alle waren froh als am Ende der Ablauf der Sendung feststand. Ob und wann die Sprechaufnahmen im Gebäude des Bayerischen Rundfunks stattfinden können, ist in Pandemiezeiten – wie so vieles – ungewiss. Doch Herr Spiegel hat auch dafür eine Lösung: „Dann komme ich eben ein drittes Mal nach Icking und wir machen die Aufnahmen hier in der Schule.“