Impressionen der Sommerabende 2018

Eltern, Verwandte, Schüler, Ehemalige, Mitarbeiter – alle kamen zum festlichen Schuljahresabschluss des St. Anna Schulverbunds am 19. und 20. Juli in die Villa Eggenberg in Icking. Bei lauen Temperaturen folgten über 600 geladene Gäste der Einladung, darunter Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

In der Mitte des Parks, der mit seinem altem Baumbestand, dem Springbrunnen und den angelegten Wegen Elemente des Englischen Gartens mit Zitaten eines Barockgartens verbindet, das großzügige Festzelt, gegenüber der Villa, dazwischen Pagodenzelte mit Stehtischen für die Bewirtung der Gäste.

Zur Begrüßung kommen einem Schülerinnen und Schüler mit weißer Schürze entgegen, auf dem Tablett rote und gelbe Aperitifs: Sechstklässler, die unter der Leitung von Georg Stalinski den Service übernommen haben.

Vorbereitet wurden für diese Abende unter der Regie von Philipp Jescheck im Team mit Maria Schlegel und der ehemaligen Schülerin Johanna Stamm zwei Stücke, die miteinander korrespondierten: ein Vorspiel, „Szenen für Gebildete und Eingebildete“, und „Der eingebildete Kranke“ von Molière.

Das Vorspiel, präsentiert vom Grundkurs Schauspiel aus Schülern der fünften, sechsten und siebten Klasse, spannte den Bogen zwischen Tragik und Komik, vom Fitnesswahn zur Einbildung, von der Angst sterben zu müssen, bloß weil es im Magen zwickt, bis zur phantastischen Möglichkeit des Menschen, sich mehr und vor allem Besseres vorzustellen als das, was gerade ist.

Nach einer kurzen Pause riefen die Bläser der Bigband alle wieder zu Molières Komödie „Der eingebildete Kranke“ zusammen. Die Schüler der Mittel- und Oberstufe aus dem Wahlkurs Theater boten eine Vorstellung, die mehr als Schülertheater war.

In leuchtend farbigen Kostümen aus Tüll und Phantasie glitten die Darsteller balletthaft über die Bühne. Jede Rolle war mehrfach besetzt: Zwei Kranke klagten über ihre Leiden, drei verliebte Töchter seufzten nach ihren drei romantischen Helden, zwei Stiefmütter waren hinter der Erbschaft her, zu der ihnen zehn Rechtsanwälte verhelfen sollten. Eine Choreographie – spielerisch, witzig, leicht, ausdrucksstark.

Nach dem Schlussapplaus waren die Gäste eingeladen, den weiteren Abend im Park der Villa ausklingen zu lassen, mit Getränken und Delikatessen aus der Schulküche von der Servicemannschaft versorgt und umgeben vom entspannten Sound der Bigband. Die Gespräche wollten nicht enden.